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Endlich flexibel: Kombinationsleistung Pflegegeld und Sachleistung- die 2 Bausteine clever nutzen

Kombinationsleistung Pflegegeld und Sachleistung: Das Beste aus beiden Welten vereinen

Die meisten Pflegebedürftigen entscheiden sich entweder für das Pflegegeld (Geld zur freien Verfügung) oder die Sachleistung (professioneller Dienst). Doch das Gesetz lässt eine dritte, oft viel sinnvollere Option zu: die Kombinationsleistung.

Dabei müssen Sie sich nicht für „Entweder-oder“ entscheiden. Sie nutzen Profis für das Nötigste und erhalten das restliche Pflegegeld anteilig ausgezahlt.

Das Problem der „Geld-Angst“
Viele Angehörige trauen sich nicht an die Kombinationsleistung heran, weil sie fürchten, dass das Pflegegeld komplett gestrichen wird, sobald ein Profi auch nur einmal die Woche die Haustürschwelle überschreitet. Diese Sorge ist unbegründet. Die Kombinationsleistung ist kein Verlustgeschäft, sondern eine strategische Absicherung. Sie ermöglicht es Ihnen, fachfremde Aufgaben – wie die aufwendige Ganzkörperwaschung oder das sichere Transferieren aus dem Bett – Experten zu überlassen, während Sie selbst die emotionale Begleitung und die Organisation behalten.

Die Kombinationsleistung ist in §38 SGB XI (Elftes Sozialgesetzbuch) geregelt

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Wie funktioniert das Prinzip Kombinationsleistung?

Ganz einfach: Je weniger Budget Sie z. B. für den Pflegedienst (Sachleistung) verbrauchen, desto mehr bleibt Ihnen als Pflegegeld übrig.

Schritt 1: Der Pflegedienst rechnet sein Leistungen direkt mit der Kasse ab

Schritt 2: Die Pflegekasse prüft, wie viel Prozent Ihres Sachleistungs-Budget verbraucht wurden

Schritt 3: Der restliche Prozentsatz wird Ihnen als anteiliges Pflegegeld überwiesen

Ein Rechenbeispiel für Pflegegrad 4:
Hier stehen Ihnen monatlich 1.859 € für den Pflegedienst (Pflegesachleistung) zur Verfügung. Verbraucht der Pflegedienst 20% Ihres Sachleistungs-Budgets (= 371,80 €), haben Sie noch 80% Anspruch übrig. Sie erhalten in diesem Fall 80% des vollen Pflegegeldes auf Ihr Konto überwiesen.
Das Ergebnis: die Pflegekasse überweist Ihnen noch 640,00 € auf Ihr Konto (80% von 800 € Pflegegeld).

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Wann ist die Kombinationsleistung sinnvoll?

Die Kombination ist das ideale Modell, wenn Sie sich die Pflege mit einem Profi-Dienst teilen möchten:

Gezielte körperliche Entlastung: Der Pflegedienst kommt nur für das Duschen zwei- oder dreimal die Woche, den Rest machen die Angehörigen.

Sicherheit: Ein Profi übernimmt regelmäßig die Mobilisation – z. B. vom Bett in den Rollstuhl -, um die Sturzgefahr zu minimieren und die Angehörigen körperlich zu schonen.

Schrittweiser Übergang: Wenn die Pflege zu Hause alleine zu anstrengend wird, können Sie den Anteil des Pflegedienstes langsam erhöhen, ohne sofort auf das gesamte Pflegegeld verzichten zu müssen.

Fazit: Mehr Spielraum für Ihre Pflege zu Hause
Die Kombinationsleistung ist der „Joker“ im Pflegesystem. Sie erlaubt es Ihnen, professionelle Fachkraft-Expertise genau dort einzukaufen, wo sie am dringendsten benötigt wird, ohne die finanzielle Unabhängigkeit des Pflegegeldes komplett aufzugeben.
Statt sich zwischen „alleine machen“ und „komplett abgeben“ entscheiden zu müssen, schaffen Sie sich ein hybrides Modell, das mit Ihren Anforderungen mitwächst.


Das Wichtigste auf einen Blick:

Individuell: Sie bestimmen den Mix aus Profi-Hilfe und privater Pflege.
Automatisch: Die Verrechnung übernimmt die Pflegekasse für Sie.
Sicher: Sie entlasten sich bei schweren Aufgaben und sichern die Qualität der Pflege.

FAQ

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Nein. Sie können ihn auch nur für spezifische Termine buchen, zum Beispiel für das wöchentliche Bad.
In der Zeit, in der keine Sachleistung erbracht wird, wird das Pflegegeld (nach den gesetzlichen Regeln) oft in voller Höhe weitergezahlt.
Ja, die Abrechnung erfolgt immer rückwirkend auf Basis der tatsächlich erbrachten Profi-Leistung.

Hier gehts zu den Artikeln „Was sind eigentlich Pflegesachleistungen?” und „Pflegegeld oder Pflegesachleistung: Was ist der „richtige“ Weg?”

Endlich flexibel: Kombinationsleistung Pflegegeld und Sachleistung- die 2 Bausteine clever nutzen